Gazette 52 Editorial

Das zu Ende gehende Jahr 2016 wird kaum als ein glückliches in die Geschichte eingehen. Die Willensbekundung der Briten, zur EU auf Distanz zu gehen, und die Wahl eines neuen Präsidenten der USA, der schon als Persönlichkeit kaum durchschaubar ist und sogar rassistische Züge zu erkennen gibt, sind keine erfreulichen Vorboten der nahen Zukunft.

Der nahen Zukunft? Wer fragt sich nicht gelegentlich, heute sogar fast täglich, was die Zukunft wohl bringen wird? Hat die Zukunftsforschung, die mittlerweile auch an einigen Universitäten ein Lehrfach ist, schon konkrete Ergebnisse gezeitigt? Oder bleibt die Zukunft ein für allemal eine reine Wundertüte? Dieser Frage gehen wir im vorliegenden Heft der GAZETTE nach – anhand von früheren Voraussagen, die wir jetzt, gut 30 Jahre später, analysieren. Und wir wagen auch selbst ein paar Prognosen – aus Sicht des „alten Mannes“, der sich über die Zukunft seine Sorgen macht, aber auch aus der Sicht des jungen Studenten, der die Zukunft noch vor sich hat.

Aber noch etwas, das mit Vergangenheit und Zukunft zu tun hat: Am 1. Januar 2014 habe ich auf Wunsch von GAZETTE-Gründungsherausgeber Fritz Glunk die Chefredaktion der GAZETTE übernommen, um ihm, wie er es sich damals wünschte, endlich einen Ruhestand zu ermöglichen, der mit Ruhe etwas zu tun hat. Es war nie mein Plan gewesen, die Verantwortung für die GAZETTE zu übernehmen. Jetzt aber haben mein Stellvertreter Rudolf Schröck und sein Münchner Redaktionsteam den Wunsch geäussert, die Verantwortung für die GAZETTE „nach München zurückzunehmen“. Diesem Wunsch habe ich gerne entsprochen, ich trete zum Jahresende als Chefredakteur zurück und wünsche meinen Kolleginnen und Kollegen für die Zukunft alles Gute.

Meinen Leserinnen und Lesern aber wünsche ich auch in Zukunft bei der Lektüre der GAZETTE Interessantes, Anregung zum Weiterdenken und Freude über neue Einsichten.

Christian Müller
Chefredakteur

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