Gazette 51 Editorial

Was zum Teufel nur ist los mit den USA? Ein riesiges Land mit über 300 Millionen Einwohnern – und mit einem Kandidaten und einer Kandidatin für das Amt des Präsidenten, des mächtigsten „Mannes“ der Welt, die man – wenn auch aus verschiedenen Gründen – mit gutem Gewissen doch eigentlich nicht wählen kann! Wie soll das nur weitergehen?

Allerdings: Mehr als ein paar kritische Aspekte beleuchten kann auch die GAZETTE nicht. Aber je besser wir die USA und ihre Bürgerinnen und Bürger verstehen, umso eher können wir uns dagegen wehren, dass einfach alles, was in den USA „blüht“, auch in unseren europäischen Kulturgärten Einzug hält.

Mit einer Bildstrecke zum Thema „McDonald’s“ zeigen wir, wie Globalisierung von Kultur aussehen kann und hierzulande konkret aussieht.

Ein Gegenstück dazu sind die Bars, an denen sich Ernest Hemingway seine „Inspiration“ geholt hat – „Spirit“ in jedem Sinne des Wortes… Bars mit viel lokalem Kolorit und mit lokalen Getränken – und vor allem auch mit Gästen, auch berühmten, die hier gerne sitzen blieben, oft bis zum Umfallen.

Um nicht nur ältere, abgeklärte Herren unter den Autoren zu haben, haben wir auch für die Reportage einer jungen Journalistin Platz freigeschaufelt: Maria Christoph, 24, war in Palästina, in von Israel besetztem Gebiet. Das persönliche Erlebnis wiegt schwer.

Aber auch Fritz Glunk, der Gründer und langjährige Herausgeber der GAZETTE, ist wieder im Blatt. Ob ihm die Illustration, die wir dazugestellt haben, die beiden einander bekämpfenden Juristen aus einer Karikatur von Honoré Daumier aus dem Jahr 1845, wohl gefällt? Wir von der GAZETTE meinen, es darf, ja es soll diskutiert werden. Auch gestritten – solange es mit Argumenten geschieht und nicht mit Waffen!

Viel Freude beim Lesen.

Christian Müller
Chefredakteur